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Unsere Streitschlichter AG

Die Streitschlichtung ist ein Verfahren zur konstruktiven Konfliktlösung. Die Streitschlichtung wird durch einen neutralen Dritten (Streitschlichter aus der Klasse 4) geleitet. Mit seiner Hilfe versuchen die Konfliktbeteiligten eine einvernehmliche Lösung ihres Konfliktes zu finden.

Die Kontrahenten sollen den Konflikt jeweils aus ihrer Sicht darstellen, seine Hintergründe aufarbeiten und ihre eigenen Anteile am Konflikt erkennen, um so zu einer tragfähigen, auf das künftige Miteinander ausgerichteten Vereinbarung zu kommen. Keiner der Beteiligten soll als Verlierer das Vermittlungsgespräch verlassen.

Der Erfolg der Schüler-Streitschlichter beruht darauf, dass sie als Mitglieder der Peergruppe mit ähnlichen Problemen wie die Streitenden vertraut sind und deshalb eine Vermittlung nicht nur altersgemäß, sondern auch wirkungsvoll gestalten können. Kern der Streitschlichtung ist das Konfliktgespräch. Für seinen Ablauf trägt der Streitschlichter die Verantwortung.

Das Streitschlichtungsgespräch hat feste Regeln, ist vertraulich und weist folgende inhaltliche Schwerpunkte auf:
- Schlichtung einleiten
- Sachverhalt klären
- Konflikt erhellen
- Lösungen suchen
- Vereinbarungen treffen.

Auf großen Plakaten werden allen Schülern die ausgebildeten Streitschlichter bekannt gemacht. Ein Plakat hängt an der Scheibe der Hausmeisterin und ein weiteres Plakat hängt in der OGS. Die Streitschlichtung findet in der OGS statt. Über die Konflikte und Lösungen wird „Buch“ geführt.

Die Streitschlichter werden durch das Streitschlichterprogramm in Anlehnung des Jeffreys-Duden ausgebildet. Die Streitschlichterausbildung beginnt in der Klasse 3.2 und wird im 4. Schuljahr vertieft.

Streitschlichtung bietet sich z.B. an bei:
- Rangeleien,
- Beschimpfungen,
- Sachbeschädigung,
- Unterrichtsstörungen,
- Vordrängeln,
- Nichtmitspielen lassen,
- Auslachen,
- Hänseln,
- Missachten von Regeln,
- Einschüchterungen von Mitschülern.

Streitschlichtung bietet sich in der Regel nicht an bei:
- verhaltensauffälligen Schülern,
- kriminellen Taten,
- Macht- oder Hierarchiefragen,
- Streitigkeiten über Werte und Normen,
- Verstöße gegen feststehende Gesetze oder Regeln,
- Konflikten zwischen mehr als zwei Personen.

Streitschlichtung erfasst einen Teil schulischer Konflikte. Sie muss jedoch immer wieder durch andere Maßnahmen begleitet werden.

Durch diese Erziehungsarbeit (Klassenrat und Streitschlichtung) sollen die Kinder an unserer Schule zunehmend erkennen:
- dass Streit und Konflikte zum Leben dazugehören,
- dass sie nicht abgeschafft werden können, aber dass es viele Lösungsmöglichkeiten für einen Streit gibt,
- dass ein Streit vielfältige Ursachen haben kann,
- dass manche Auslöser, die für einen Streit verantwortlich sind, häufig vorkommen
- dass es Situationen gibt, die das Auftreten von Streitigkeiten begünstigen.

Weiterhin sollen die Kinder im Verlauf der Schuljahre zunehmend lernen:
- herausfordernden Äußerungen oder Handlungen zu widerstehen oder ihnen deeskalierend zu begegnen,
- die Konfliktmöglichkeiten in sich selber aufzudecken, einen Perspektivenwechsel zu vollziehen, indem sie die Rolle ihres Gegners einnehmen und verbal vertreten,
- Handlungsalternativen für ein friedvolles Miteinander aufzuzeigen und umzusetzen.

Streitschlichtung

findet dienstags und mittwochs in den 1. großen Pause durch unsere ausgebildeten Streitschlichterinnen statt.