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Projekt: "Kunst in der Kniebeuge"

Angesprochen auf seine Kinder- und Jugendbücher sagte Erich Kästner einmal, er mache Literatur in der Kniebeuge wenn er für Kinder schreibe. Um mit Kindern aus Kita und Grundschule Kunst zu machen muss man wissen, dass bei Kindern die ästhetische Bildung die Grundlage aller Bildungsprozesse ist. Diesem wichtigen Aspekt, Kinder von 0 bis 10 Jahren in ihrer Bildung zu fördern, trägt ein Entwurf und ein Pilotprojekt der NRW- Ministerien für Kita und Schule Rechnung. Kindertageseinrichtungen und Grundschulen im Primarbereich sollen ihre Aktivitäten und Konzepte miteinander verknüpfen, um eine Kontinuität in den Bildungsprozessen der Kinder zu erreichen und gelingende Übergänge zu gestalten Der italienischstämmige Maler Giovanni Segantini hat in seinen kunsttheoretischen Schriften einen bemerkenswerten Satz formuliert: "Kunst ist das Fenster, durch das der Mensch seine höhere Fähigkeit erkennt" Daraus folgt wie wichtig es ist, dass schon Kinder mit Kunst und Kultur in Berührung kommen, denn kognitives Lernen erwächst aus der ästhetisch-musischen Bildung!

Ziel
Ziel ist es die beiden Bildungs- und Betreuungseinrichtungen =GS Wiehagenschule und die Städtische Tageseinrichtung für Kinder Wiehagen zu vernetzen und auf dieser Grundlage ästhetische Bildung im Rahmen des Projekts: "Kunst in der Kniebeuge" zu praktizieren. Unter diesem Motto arbeitet der Gelsenkirchener Künstler Heiner Szamida mit allen Beteiligten im malerischen und vor allem im plastischen Bereich.

Zielgruppe
Kinder der ersten und zweiten Klasse Vorschulkinder der Kita

Bauen/ plastisches Gestalten
Bauen ist ein ständiger Anreiz für Kinder. Sie legen alle möglichen Dinge über- und nebeneinander, erproben und erleben so Statik und Volumen. In diesem Zusammenhang ist die nahgelegene, ehemalige Wasserburg Haus Leithe ein interessantes Ausflugsziel und Anlass selber Burgen zu bauen. Für Kinder ist das plastische Gestalten sehr wichtig, nicht nur für das Training der Feinmotorik, sondern auch für die Entwicklung eines räumlichen Denkens. Eine Bandbreite von Materialen für das plastische Gestalten stehen in diesem Projekt zu Verfügung bzw. zur Auswahl. So knüpft die Verwendung von Sand, Erde und Lehm an Grunderfahrungen an und eröffnet eine Fülle von experimentell-erlebnisorientierten, plastischen Aktivitäten. Äste und Zweige fordern zum Bauen und Konstruieren. Viele Gründe sprechen auch dafür Ausgesondertes zum Material von Kunst und Gestaltung zu machen. Eine ganzheitliche Erfahrung ist das Sammeln von Papier und Eierkarton um daraus selbst Modelliermasse zu erstellen, die wiederum Ausgangsmaterial für Kleinplastiken bildet.

Perspektive
In den einzelnen Lebensphasen gestalten sich Bildungsprozesse unterschiedlich. Informelles Lernen geschieht meist ungeplant und ohne Absicht. Zu jeder Zeit, an jedem Ort können Erfahrungen gesammelt werden. Mit dem Eintritt in die Schule treten nun formale Bildungsprozesse hinzu, jedoch wirken die nicht-formalen und individuellen Bildungsprozesse weiter. Für die Kindertageseinrichtungen und die Schulen im Primarbereich liegt die Herausforderung darin, diesen Übergang optimal zu gestalten. An diesem Punkt setzen in Zusammenarbeit mit dem Künstler Heiner Szamida, die Städtische Tageseinrichtung für Kinder Wiehagen und die GGS Wiehagenschule mit dem beschriebenen Projekt an!

Ergebnisse
Erarbeiten von individuellen Klein- und Grossplastiken aus unterschiedlichen Materialien.

Vorzüge des Projekts
Abbau von Schwellenängsten und Teilhabe am kulturellen Leben durch Besuche von Haus Leithe, der Künstlersiedlung Halfmannshof, des Museums Gelsenkirchen, der Forststation "Rheinelbe" und der Landmarke "Rheinelbe" Verfolgung von erlebnis- und ergebnisorientierten Intentionen durch neue ganzheitliche und vielseitige sinnliche Lern- und Materialerfahrung Präsentation der künstlerischen Ergebnisse im Rahmen einer Ausstellung